Bei Siemens Healthineers habe ich das Design und Testing eines AR-Setups verantwortet — mit dem Ziel zu evaluieren, wie UX Testing in Augmented Reality im Vergleich zu klassischen UX-Tests zusätzlichen Mehrwert liefern kann. Das AR-System ermöglichte Patient:innen, Audio-, Video- und Raumeinstellungen zu personalisieren — und so eine beruhigende Atmosphäre vor der MRT-Untersuchung zu schaffen.
AR Testing verbesserte die Greifbarkeit und Anmutung potenzieller Zukunftsinnovationen und lieferte UX-Daten, die mit klassischem UX Testing vergleichbar sind. Zusätzliches Potenzial wurde im Bereich Personal-Training und in der spielerischen Heranführung von Kindern an den MRT-Ablauf identifiziert.
Ziel des Projekts bei Siemens Healthineers war es, den Einsatz von Augmented Reality (AR) für UX Testing und UX Research zu erkunden. Das Konzept erlaubte Patient:innen, eigene Audio-, Video- oder Raumeinstellungen auszuwählen — und schuf so ein personalisiertes, beruhigendes Erlebnis. Die Auswahl aktivierte sich automatisch beim Betreten des MRT-Raums — ohne Eingriff durch das medizinische Personal.
Das AR-Setup sollte innovative Ideen für ein verbessertes Patientenerlebnis bei MRT-Untersuchungen vermitteln, diese Ideen greifbarer machen als reine verbale Erklärungen — und UX-Daten zur Messung ihrer Wirksamkeit erheben.
Das Projekt folgte einem strukturierten UX-Testing-Prozess — eine Kombination aus hands-on AR-Entwicklung und klassischer qualitativer Forschungsmethodik. Jeder Schritt war darauf ausgelegt, vergleichbare Daten wie klassische UX-Research zu liefern und gleichzeitig den zusätzlichen Mehrwert von AR sichtbar zu machen.
"AR machte das Konzept greifbar — auf eine Art, die klassische Präsentationen nicht leisten können."
— Insight aus den klinischen Sessions
AR Testing wurde als effektive und innovative Methode wahrgenommen, um Nutzerfeedback zu gewinnen. Teilnehmer:innen schätzten die direkte Interaktion mit dem Konzept — was die Erfahrung greifbarer machte als klassische Präsentationen.
Das AR-Setup zeigte Potenzial, klinische Workflows zu verschlanken und gleichzeitig die Versorgungsqualität zu erhöhen — insbesondere bei pädiatrischen Patient:innen. Im Vergleich zu klassischer UX-Research lieferte dieser Ansatz die gleiche Qualität an Insights — plus zusätzliche Erkenntnisse, die nur AR ermöglicht.
Das AR-Setup half, Angst und Nervosität bei Patient:innen zu reduzieren — vor allem bei Kindern — indem es das MRT-Erlebnis spielerischer und greifbarer machte. Besonders relevant: Kinder werden in fast der Hälfte aller MRT-Fälle sediert.
Die AR-Erfahrung machte Kinder spielerisch mit dem MRT-Ablauf vertraut — und reduzierte den Stress für Kinder, Eltern und Operator:innen gleichermaßen.
Operator:innen fanden das Patient-Experience-System wertvoll. Es hat das Potenzial, die Kommunikationszeit mit Patient:innen durch das UI im Umkleideraum zu reduzieren — und eröffnet neue Möglichkeiten im Umgang mit ängstlichen oder unsicheren Personen.
Mehrere Operator:innen merkten an, dass insbesondere Kinder mit diesem Konzept bereitwilliger eine MRT-Untersuchung über sich ergehen lassen würden — was das Gesamterlebnis spürbar verbessert.